Dienstag, 20. August 2013

[Rezension] Edward Lee - Flesh Gothic


Dein eigen Fleisch sei der Tempel des Bösen …



Das Luxusanwesen von Reginald Hildreth in Florida war berüchtigt. Die schlimmsten Orgien sexueller Tortur sollten darin stattfinden. Und tatsächlich: Als die Beschwörung des Dämons Belarius misslingt, bleiben von den 26 Gästen nur Fleischfetzen zurück - und der Hausherr ist spurlos verschwunden.



Seine Frau kann das alles nicht glauben. Deshalb heuert sie eine Gruppe übersinnlich begabter Menschen an, die die Vorfälle untersuchen sollen. Doch das finstere Labyrinth der 66 Zimmer wird von gefährlichen Kreaturen heimgesucht. Ereignete sich doch kein »magischer Unfall«, sondern hat Hildreth erreicht, was er beabsichtigte? Wurde ein Tor zur Hölle geöffnet? 


Rezension: 

In der Hildreth-Villa ist ein okkulter Massenmord geschehen. Die Polizei hat den Fall als Tat eines Wahnsinnigen ad acta gelegt. Nur für die Frau des Schlächters, Vivica Hildreth, ist der Fall nicht abgeschlossen, denn sie glaubt, ihr Mann ist noch am Leben. Vivica engagiert Westmore, um der Sache vor Ort auf den Grund zu gehen. Dort trifft er auf ebenfalls von Vivica angeheuerte Personen. Einige davon sind medial begabt. Sie beherrschen u.a. Astralreisen, Telekinese, Taktionismus und fungieren als Medium. 

Schnell muss Westmore lernen, dass die Geschehnisse in diesem Haus über seinen Verstand hinaus gehen. Was ist damals geschehen und war das Gemetzel von damals vielleicht nur der Anfang? 

Dies war mein erster Edward Lee und ich muss sagen, ich bin begeistert. Lee hat eine unglaublich mitreißende Schreibweise, die einen an das Buch fesselt. 

Durch das Buch zieht sich ein roter Faden von Okkultismus, Perversion und Sexualität. Edward Lee schafft es, gekonnt alles miteinander zu vermischen und eine grausige Geschichte zu erzählen. 

Hauptprotagonist ist Westmore, doch jeder Charakter bekommt gerade zu Anfang ein eigenes Kapitel, um diesen näher kennenzulernen. Auch im weiteren Verlauf des Buches wechseln die Charaktere. Somit werden die einzelnen Erlebnisse gekonnt miteinander verwoben. 

Die Geschichte ist stellenweise sehr anspruchsvoll, da viel von okkulten und parapsychologischen Fachbegriffen die Rede ist. Das ein oder andere Mal musste ich schon zu Wiki greifen.

Merkwürdig fand ich nur, dass alle Charaktere allein agierten, wobei mich dann auch nicht verwunderte, dass mit ihnen schreckliche Dinge passierten. Hatte Nyvysk nicht am Anfang gesagt, sie sollten sich möglichst nicht zu lange allein in einem Raum aufhalten?

Alles in allem hat mich Edward Lee mit seinem Buch sehr begeistert und ich werde auf jeden Fall weiter an diesem Autor festhalten. 


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Kommentare:

  1. Huhu,

    das Buch steht auch schon auf meiner Wunschliste! Vielleicht hole ich mir das demnächst als Ebook, dann habe ich auch endlich einen Vergleich zu "Bighead" :)

    Und jetzt stöbere ich weiter in deinen Rezensionen - du hast eine unglaublich große Auswahl an Horror-Büchern *.*

    Viele Grüße
    Jacy

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    Antworten
    1. Hallo Jacy,

      ich habe "Bighead" zwar noch nicht gelesen, um einen Vergleich zu haben, aber ich vermute mal, dass "Flesh Gothic" ganz anders ist. Die einzige Gemeinsamkeit sind wohl die vielen Sexszenen, wobei sie bei "Flesh Gothic" zumindest nicht allzu brutal sind.

      GLG Steffi

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