Dienstag, 20. August 2013

[Rezension] Tim Curran - Verseucht


Atomarer Regen … Mutationen ... tödliche Pandemien … Städte voller Leichen … Die Menschheit steht vor ihrem Ende. 

Rick Nash ist einer der letzten Überlebenden. Aber dafür muss er einen unglaublichen Preis zahlen: ein Bündnis mit dem gefräßigen Bösen, das im radioaktiven Feuer Gestalt angenommen hat. Damit zu leben, bedeutet für Rick den lebendigen Tod. Es zu bekämpfen, die Hölle auf Erden … 


Rezension: 

Der Fallout. Radioaktivität verbreitet sich. Seuchen, Viren und sonstige Erreger greifen um sich, mutieren und reißen alles mit sich, was sich ihnen in den Weg stellt. 

Rick Nash, unser Protagonist, ist einer der wenigen Überlebenden des Fallouts. Auf der Reise gen Westen, ständig begleitet von einem ozongeladenen Schattenwesen, trifft er auf einige Überlebende, die ihn auf seiner Reise bis ans Ende oder zumindest ein Stück weit begleiten. Niemand ahnt, wie alles weiter geht - nur eines ist auffällig: Alle Überlebenden wollen nach Westen, Nebraska. Doch keiner weiß, was sie dort erwartet. Erlösung, Offenbarung oder gar der endgültige Tod. Und was hat es außerdem mit diesem Schattenwesen auf sich? 

Das Buch erzählt aus der Sicht von Rick Nash, unserem Helden in diesem Endzeitdrama. Die Erzählweise ist simpel gestrickt und - das ist typisch für Tim Curran - von ausführlichen Beschreibungen zum Verfall und Tod gespickt. Es fällt dem Leser nicht schwer, sich die Erzählung allzu bildlich vorzustellen. Für meinen Geschmack äußerst passend zum Grundthema des Buches. Ich brauchte nicht viel Zeit, um mich an den Stil von Tim Curran zu gewöhnen. Die übersichtliche Aufteilung des Buches trug dann zusätzlich noch dazu bei, dass man die Geschichte geradezu verschlang. 

Das Buch lässt einem keine Zeit zum durchatmen, ständig wird man mit neuen Mutationen, Angriffen und Leichenerläuterungen konfrontiert. Eine geballte Ladung an 1A Endzeitstimmung. Besonders positiv finde ich es auch, dass es Tim Curran trotz der ekelerregenden Grundstimmung schafft, den einzelnen Personen Charakter einzuhauchen. 

Ich kann dieses Buch absolut empfehlen, natürlich nur bei ausreichend standhaftem Magen - Tim Currans Beschreibungen sind nicht selten übelkeiterregend. 

Da man nicht viel über das Wie und Warum erfährt und es auch allgemein an Hintergrundinhalt fehlt, vergebe ich "nur" 4 Isis'. Spannend ist das Buch trotzdem allemal. 


Hier kaufen: Verseucht  



Kommentare:

  1. Hi Steffi,

    Titel und Cover dieses Buches haben mich sehr angesprochen, allerdings kann ich mich nicht so recht mit diesem Schattenwesen anfreunden. Das ist mir dann doch irgendwie zuviel Übersinnliches. Zombies und Mutanten, okay, aber das? Aber vielleicht stelle ich mir das Ding gerade auch völlig falsch vor ^^

    "Bighead" ist übrigens das erste Buch, das ich von Lee gelesen haben, daher habe ich auch keinen Vergleich ob das Buch heftiger ist als andere... aber diese Meinung habe ich schon öfter gelesen.

    Liebe Grüße
    Jacy

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Jacy,

      ich glaube, du stellst es dir schon ganz richtig vor. Es ist nicht nur übersinnlich, sondern wirkt bei der ganzen anderen Geschichte irgendwie fehl am Platz und an den Haaren herbei gezogen. Aber der Rest ist wirklich gut.

      Vielleicht versuchst du es erstmal mit "Zerfleischt"?

      LG Steffi

      Löschen

Ich freue mich über eure Kommentare!

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Meine aktuellsten Rezensionen