Mittwoch, 27. November 2013

[Rezension] Noam Shpancer - Der glücklose Therapeut




Zu David Winter kommen Menschen, die in ihrem Leben in eine Sackgasse geraten sind. Sie erhoffen sich von dem Therapeuten, dass er ihnen den Weg zurück in die Normalität bahnt. Doch dann übernimmt er den Fall eines schwer depressiven Versicherungsangestellten und ist zum ersten Mal in seinem Berufsleben überfordert. Als auch seine Familie ihm immer mehr entgleitet, ringt er verzweifelt um Kontrolle - und begeht eine therapeutische Todsünde.


Rezension: 
David Winter ist Psychologe - spezialisiert auf Depressions-Fälle. Sein aktueller Fall macht ihm zu schaffen, denn Barry Long ist schizophren und scheint David noch irgendetwas zu verheimlichen. 
In Davids Privatleben läuft es auch nicht so rosig, denn seine Frau Alex hat ein Verhältnis und trennt sich von ihm. Auch seine Tochter Sam macht ihm Sorgen, da ihr neuer Freund und Verlobter ein ehemaliger Patient der Klinik ist, in der David einmal gearbeitet hat. 

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Das Cover zeigt ein typisches Bild wie man sich eine psychologische Beratung vorstellen würde. Der Kopf ist scheinbar bewusst nicht sichtbar, da der Leser darüber spekulieren kann, ob es ein Patient oder gar David Winter selbst ist, der dort auf dem Sofa liegt. 

Leider ist das einzig Positive in diesem Buch die Schreibweise von Noam Shpancer. Sie ist flüssig und liest sich gut weg. 

Die Protagonisten sind fahl und langweilig, allen voran David. Er ist ein in Selbstmitleid badender Mensch, der scheinbar selbst psychologische Beratung nötig hätte. Er hat sein Leben nicht wirklich im Griff und lässt sich schleifen. 

Anhand des Klappentextes hätte ich mehr Story zu seinem Patienten Barry Long erwartet. Leider kam diese absolut zu kurz. 
Das gesamte Buch handelte letztendlich eigentlich nur von Davids aktuellen Problemen. Sie haben mich schlichtweg nicht interessiert. Ich wollte etwas über Barry, seine Krankheit und Davids Tätigkeit als Psychologe erfahren. Das wird dem Leser aber leider nicht gegeben. 


Fazit: 
Der Klappentext versprach vieles, was meiner Meinung nach einfach nicht eingehalten wurde. Eine fade Story, ohne Tiefgründigkeit und mit einem bemitleidenswerten Protagonisten. Nicht zu empfehlen.






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