Dienstag, 1. April 2014

[Rezension] Torsten Hoppe - Westside Blvd., Entführung in L.A.


Die junge Schauspielerin Heather Simms wird in L.A. auf dem Weg nach Hause entführt. 

Während die Polizei verzweifelt versucht Hinweise oder Spuren zu finden, verfolgt der Entführer seine ganz eigenen, ungewöhnlichen Pläne. 

Unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit stellt er Forderungen, doch Lieutenant Steve Delaney vom LAPD muss schnell feststellen, dass dieser Fall nach keinem gängigen Schema abläuft. 
Während die Polizei im Zuge der Ermittlungen zu unkonventionellen Mitteln greifen muss, spürt auch Heather bereits sehr bald, dass sie in den Händen eines unberechenbaren Psychopathen gelandet ist. 
Sie sieht sich gezwungen, einen gefährlichen Kampf um ihr Leben zu führen. 
Einen Kampf, für den ihr niemand ein fertig geschriebenes Drehbuch reichen kann und dessen Regeln sie erst erlernen muss... 

Vielen lieben Dank natürlich an Torsten Hoppe, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat. Der Kontakt zum Autor war sehr erfrischend und angenehm. :-)


Eigene Inhaltswiedergabe


Heather Simms ist Schauspielerin in der Serie "Westside Blvd.". Nach einem anstrengenden Drehtag wird sie entführt und in einem Keller eingesperrt. Nach und nach muss sie erkennen, dass sie diese Situation nur durchstehen kann, wenn sie in die Rolle von Dana Burton schlüpft - ihre Serienrolle.

Steve Delaney arbeitet beim LAPD und mit Hilfe seines Kollegen Marc und der Psychologin Lara Carlton versucht er Kontakt zum Entführer aufzunehmen. Leider gestaltet sich dies schwieriger als erwartet, da die Wesenszüge und Handlungen des Entführers schwer kalkulierbar sind. Auch der Aufenthaltsort von Heather lässt sich nicht ermitteln, so dass die Hoffnung immer mehr schwindet. Von Tag zu Tag sinken die Chancen, dass sie Heather lebend finden. 


Das Cover


Das Cover ist recht schlicht gehalten und zeigt lediglich eine geschäftige und bei Nacht beleuchtete Stadt - Los Angeles. Das Cover hätte meiner Meinung nach ruhig spannender gestaltet werden können.


Die Story


Man wird als Leser schon zu Anfang in eine knallharte Entführungs-Story katapultiert, die absolut schonungslos ist. Entführungen sind nach wie vor ein aktuelles Thema und Torsten Hoppe hat es geschafft mit einem unberechenbaren Entführer und einer hilflosen Geisel eine Entführungthematik spannend umzusetzen.


Die Charaktere


In diesem Buch finden sich zwei Hauptprotagonisten.

Zum einen verfolgen wir als Leser Heather Simms Entführung und lernen viel über ihr Umfeld und ihre Person kennen. Sie ist eine verletzliche, aber dennoch starke Jugendliche, die mir überaus sympathisch war.

Ein weiterer Hauptcharakter ist Steve Delaney. Als Leser verfolgt man seine aufopfernde Suche nach Heather und spürt seine Hilflosigkeit. Auch von ihm lernt der Leser private Hintergründe kennen, wodurch Steve äußerst menschlich erscheint. 

Die anderen Charaktere spielen eher kleinere und größere Nebenrollen.

Unsympathisch fand ich die Psychologin Lara. Alles musste sie analysieren - bis ins kleinste Detail auswerten und auseinander nehmen. Ja, das ist ihr Job, aber irgendwann hat sie mich schlichtweg genervt. Man kann nun einmal nicht alles analysieren. Gewisse Sachen sind und bleiben unberechenbar.


Der Schreibstil


Der Stil von Torsten Hoppe hat mir gut gefallen. Die Sätze waren flüssig zu lesen und gut verständlich ausgedrückt. Oft beschrieb er gewisse Sachverhalte etwas genauer und ausführlicher, was ich aber nicht negativ, sondern eher positiv werte. So konnte man als Leser tiefer in das Geschehen hineinblicken und sich besser mit der Gesamtgeschichte auseinandersetzen.


Das Ende


Das Ende hatte ich so in der Art erwartet und war demnach nicht sehr überrascht. Dennoch war der Schlussakt spannend und nervenaufreibend umgesetzt und hat mir gut gefallen.


Fazit


Ein gelungenes Debüt des Autors Torsten Hoppe, von dem ich gern mehr lesen möchte.






Kommentare:

  1. Hallo Steffi,

    an dieser Stelle noch mal herzlichen Dank, dass du meinen Roman rezensiert hast.
    Ich freue mich total, dass ich dich mit meiner Geschichte "einfangen" konnte. Als Selfpublisher schubst man sein Erstlingswerk ja schon mit recht gemischten Gefühlen in die große, weite Literaturwelt; schließlich weiß man nicht so recht, was einen dort so alles erwartet. :-)
    Reaktionen wie deine ermutigen mich natürlich diesen Weg weiterzugehen.
    Schön dass ich dir ein paar spannende Stunden in Los Angeles ermöglichen konnte (und du musstest noch nicht mal in ein Flugzeug steigen :-) ) und dass du dich mit meinen Protagonisten anfreunden konntest.
    Auch Lara Carltons Rolle war scheinbar erfolgreich, denn sie sollte durchaus polarisieren und etwas anstrengend sein. Aber sei nicht zu streng mit ihr, denn auch wenn sie nervt, musst du wahrscheinlich zugeben, dass sie einen nicht unerheblichen Teil dazu beiträgt, die Ermittlungen in die richtige Richtung zu führen - ohne dabei unfehlbar zu sein. (Aber vielleicht kann ich sie bei Gelegenheit ja noch ein kleines bisschen "entnerven".)

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinem Blog und hoffe, dass du noch vielen Nachwuchsschriftstellen (egal welchen Alters) eine Chance gibst, dich für ein paar Stunden in "ihre" Welt zu entführen.

    Liebe Grüße
    Torsten

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Torsten,

      lass Lara Carlton ruhig wie sie ist. :-) Denn, wie du schon richtig sagst, hat sie einen Teil dazu beigetragen, dass Steve und Marc vorangekommen sind. Es gibt ja im wahren Leben auch immer mal nervige Menschen. *g*

      Ganz liebe Grüße
      Steffi

      Löschen

Ich freue mich über eure Kommentare!

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Meine aktuellsten Rezensionen