Freitag, 8. August 2014

[Rezension] Anne Lück - Das Mädchen mit den Engelshänden

"Manchmal ist es nicht das Leben, für das er eine Plan hat, sondern das, was danach kommt."


Johanna kann seit ihrer Kindheit den Tod von Menschen mittels einer Berührung sehen. Als sie auf diese Weise ihre einzige Freundin Carla verliert, ist Johanna vollkommen am Ende. Sie begeht Selbstmord.
Auf der Schwelle zwischen Leben und Tod trifft sie auf Than – einen Todesengel, der ihr anbietet, ihr Leben ebenfalls als Todesengel fortzuführen. Als Johanna das Angebot annimmt, ahnt sie noch nicht im Geringsten, was sie erwarten wird – die Intrigen der Engel, eine neue Liebe und eine Freundschaft, die weit über den Tod hinausgeht.

Vielen Dank an Anne Lück, dass ich an der Leserunde bei LovelyBooks teilnehmen durfte und mir das eBook zur Verfügung gestellt wurde.


Eigene Inhaltswiedergabe


Johanna hat ihre Eltern verloren, lebt bei ihrer tyrannischen Tante, ist äußerst depressiv und meidet andere Menschen. Einziger Lichtblick ist ihr Therapeut Sebastian, der ihr immer versucht zu helfen, obwohl sie weiß, dass es hoffnungslos ist. 

In einer neuen Therapieform lernt Johanna Carla kennen und freundet sich nach und nach mit ihr an, auch, wenn es Johanna anfangs zuwider ist. Denn niemand weiß, dass Johanna scheinbar den Tod von Menschen voraussehen kann. Als sie sich Carla anvertraut, sieht diese es als eine Gabe Gottes an und ermutigt Johanna, einen Schulkameraden zu retten, dessen Tod sie ebenfalls gesehen hat. Leider geht alles total schief, Johanna verliert ihr beste Freundin Carla bei einem Unfall und begeht schlussendlich Selbstmord.

Doch in der Zwischenwelt hat man anderes mit ihr vor und fortan kann sie sich als Todesengel behaupten, denn ihre Hände sagen nicht den Tod voraus, sondern töten. Mit dieser neuen Erkenntnis blüht sie auf und lernt auch noch obendrein den süßen Than kennen, der sie als Todesengel unterweist.

Wäre da nicht der erzürnte Engel Michael, wäre alles perfekt. Leider akzeptiert er den "menschlichen" Todesengel gar nicht.


Das Cover


Das Cover ist wunderschön und zeigt einen weiblichen Engel, erleuchtet durch einen Sonnenuntergang im Hintergrund; ihre Haare fliegend im Wind. Sie streckt die Arme aus als würde sie etwas empfangen wollen. Man hat den Eindruck, dass sie sich wohl fühlt.


Die Story


Ein Mädchen mit Todeshänden wie der Engel Azrael, menschlich und auch verletzlich, findet seine Berufung in der Zwischenwelt. Und nicht nur das, sie findet auch die Liebe.

Eine sehr interessante Idee, die die Autorin hier hervorgebracht hat. Meines Erachtens so auch noch nie dagewesen.

Ich fand es schade, dass teilweise der allerletzte Hinweis, um dem Hintergrund der Geschichte Sinn zu geben, fehlte. Vielleicht hatte die Autorin all die Erklärungen im Kopf - es wurde allerdings nicht komplett in dem Buch eingearbeitet, so dass am Ende bedauerlicherweise einige Ungereimtheiten und offene Fragen übrig blieben.


Die Charaktere


Allen voran ist da Johanna, die mit einer schrecklichen Gabe gezeichnet ist. Entdeckt hat sie die Fähigkeit, als sie durch eine Berührung den Tod ihrer Eltern voraus gesehen hat. Sie macht sich schreckliche Vorwürfe, dass sie es ihren Eltern nicht gesagt hat und es nicht verhindern konnte. Dann stirbt auch noch ihre einzige Freundin Carla und Johanna muss feststellen, dass sie durch Berührung nicht den Tod voraussieht, sondern ihn verursacht. Sie hat die Hände Azraels. Als sie sich in den Selbstmord rettet und in der Zwischenwelt aufwacht, hat sie die Möglichkeit, ihre Gabe sinnvoll zu nutzen und zu einem Todesengel zu werden. Sie entscheidet als Todesengel, ob die Toten die Hölle oder den Himmel verdient haben. Sie fühlt sich wohl in ihrer neuen Welt und verliebt sich obendrein in Than, einen weiteren, ehemalig menschlichen, Todesengel.

In Johanna kann man einen Wandel entdecken. Von zutiefst frustriert, zu einem Mädchen, dass sich endlich angekommen fühlt.

Than ist ein sehr gerechter Mensch und versucht Johanna wo es nur geht zu beschützen.

Carla, Johannas beste Freundin, ist die tollste Freundin, die man sich vorstellen kann. Aufopfernd, selbstlos, verständnisvoll und treu. Sie ist sehr scheu, was vermutlich auf ihre Sozialphobie zurückzuführen ist. Und eigentlich tut sie einem die ganze Zeit über Leid. Sie ist viel zu lieb für diese Welt. :-) 


Der Schreibstil


Die Schreibweise von Frau Lück gefällt mir gut. Sie ist flüssig, gut verständlich und fehlerfrei. 


Das Ende


Normalerweise wäre das Ende für meinen Geschmack viel zu schnulzig gewesen. Ich finde aber, dass es hier gut hinein passte und auch wunderschön beschrieben war. Es hat mir sogar 1 Tränchen entlockt.

Allerdings fehlt auch hier wieder etwas Erklärung zum großen Zusammenhang und lässt mich als Leser mit einem Fragezeichen über dem Kopf zurück.


Fazit


Eine schöne Idee, mit gut ausgearbeiteten Charakteren. Leider war die Story nicht vollständig durchdacht, so dass zu viel Spielraum für den Leser vorhanden war. Detailliertere Erklärungen hätten die Geschichte in sich schlüssiger gemacht.






1 Kommentar:

  1. Hallo und guten Tag,

    wie mir scheint, scheinen auch Mädel mit Flügel z.Z. in zu sein. So ein ähnlicher Cover habe ich schon bei dem Buch" Halo" gesehen nur da gab es noch einen Mann zusätzlich.

    Interessante Geschichte und wirklich ein schönes Cover, muss ich schon mal sagen.

    Schönes Wochenende und LG..Karin..

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