Mittwoch, 12. August 2015

[Rezension] F. Paul Wilson - Tollwütig

"An diesem Morgen hatte er Nadia erklärt, Drogen interessierten ihn  nicht, sie gingen ihn nichts an. Aber das stimmte nicht mehr. Sie waren jetzt kein anonymes Problem mehr, sondern eine ganz persönliche Angelegenheit." Zitat S. 418

Als Handyman Jack von der Ärztin Nadia Radzminsky auf die Spur von Milos Dragovic gesetzt wird, findet er sich bald in der glitzernden Halbwelt der Designerdrogen wieder. Die scheinbar harmlose Wunderdroge Berzerk überschwemmt die Stadt, doch dann gipfelt der Rausch einiger Konsumenten in einem Amoklauf. Jack kommt dem grauenhaften Geheimnis der Pillen auf die Spur - und entdeckt, dass die Stadt in einer Gefahr schwebt, die die schrecklichsten Albträume übertrifft.



Das Titelbild ist himmelblau und soll meines Erachtens suggerieren, dass man durch eine Glastür in einen abgesperrten medizinischen/chemischen Sicherheitsbereich blickt. Auch, wenn mich das Cover nicht wirklich vom Hocker wirft, passt es dennoch zu der Geschichte des Buches.



Wie immer trifft der Leser auf Jack, auch Handyman Jack genannt, den er mit diesem Roman auf seinem 4. großen Abenteuer begleitet.
Dieses Mal steht Jack nicht nur einer gefährlichen Designerdroge, sondern dazu auch noch einem großen Drogenboss gegenüber. Und zu allem Überfluss trifft er auch auf einen alten Feind.
Mit skurrilen und schrulligen Charakteren konfrontiert, kämpft er sich von einer brenzligen Situation zur nächsten und auch nach wie vor in das Herz des Lesers.



Wichtig ist allen voran eigentlich nur Jack, denn ohne ihn gäbe es diese tolle Handyman-Jack-Reihe nicht. :) Er ist Jack, wie er leibt und lebt und hätte ich ihn durch die Erlebnisse des ersten Bandes nicht schon lieb gewonnen, würde ich es durch jeden weiteren Teil immer und immer wieder tun. Er ist einfach ein harter Bonbon mit weicher Füllung. :) Man muss ihn selbst erleben, um nachvollziehen zu können, was ich meine.
Ein weiterer interessanter und gut ausgebauter Charakter dieses Buches ist Milos Dragovic, der Gangster und Drogenboss schlechthin. Er versucht sich einen Namen zu machen und ein großes Imperium um sich aufzubauen, aber Jack sorgt dafür, dass ihm ein Strich durch die Rechnung gemacht wird. Das kratzt erheblich an Milos' Ego, der es weitaus schlimmer findet, seinen Ruf zu verlieren als zu sterben.



Herr Wilson hat eine angenehme Ausdrucksweise, die nicht zu simpel und einfach gestrickt, sondern durchaus anspruchsvoll ist. Seine umfangreichen Kenntnisse zu jeglichen Themen der Weltgeschichte runden dies noch ab. Es macht Spaß zu lesen, wenn man dabei etwas gefordert wird.
Außerdem schafft er es wie kein anderer, Jack als Heiligen und absolut sympathischen Menschen dastehen zu lassen, obwohl man bei so manch einer Tat wirklich schlucken muss.
Außerdem ist sein genreübergreifender Schreibstil wirklich faszinierend. Das Thema "Drogenmafia" ist nämlich im Grunde überhaupt nicht nach meinem Geschmack, aber der Autor schafft es, mich trotzdem mit ordentlicher Spannung und einem angenehmen Genremix am Ball zu halten. 



Das Ende rundet nicht nur diesen Teil, sondern auch die vorangegangen Bücher etwas ab. Herr Wilson hat hier einen kleinen Bogen gespannt. Aber ich gehe davon aus, dass dieser reißen wird - früher oder später. ;-)
Schönes, und ach... irgendwie ergreifendes Ende.



Spannend wie eh und je! Ich werde weiterhin an der Reihe festhalten und freue mich schon jetzt auf Jacks nächste große Aufgabe.
5 von 5 Isis'



1. Die Gruft => Rezension
2. Der Spezialist => Rezension
3. Im Kreis der Verschwörer => Rezension
4. Tollwütig 
5. Todesfrequenz 
6. Das Ritual 
7. Todessumpf 
8. Der schwarze Prophet 
9. Das Höllenwrack 
10. Der Erbe 
11. Das Blutband
12. Durch das Schwert


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