Mittwoch, 22. Juni 2016

Rezensionsfrust und was ist eigentlich eine Rezension?

In letzter Zeit habe ich bei mir beobachtet, dass ich auf das Schreiben von Rezensionen kaum noch Lust habe. Meist stöhne ich schon weit bevor ich ein Buch beendet habe genervt auf, wenn ich nur an das Rezensieren denke. Inzwischen ist es für mich kaum noch ein Hobby, sondern eine (lieb gewonnene) Verpflichtung.
Ihr alle wisst, wie aufwendig Rezensionen sind. Nicht nur das Schreiben macht Arbeit, sondern auch das anschließende Einbauen der Rezension auf dem Blog und das Teilen auf allen Kanälen. 
Summa summarum sitzt man dann schonmal geschlagene 1-2 Stunden an einer Rezension. Daher: Die Luft ist raus! Also musste für mich schnellstens eine Lösung her, denn der Rezensionsfrust bekommt so langsam Gesellschaft vom Lesefrust!

Die Frage war für mich nun: Was kann ich tun?

Das Rezensieren gänzlich lassen, um wieder mehr Leselust zu entwickeln? 

Damit wäre dann aber mein gesamter Blog so gut wie hinfällig. Um die Arbeit, die bereits darin steckt und vor allem, um das Netzwerk, was man sich drumherum aufgebaut hat, wäre es viel zu schade. Klar ist für mich aber: Will ich dabei bleiben und weiterhin Autoren und Verlage unterstützen, komme ich um das Rezensieren nicht herum.

Daher kam mir kurz die Idee, nur noch Rezensionen zu Lese- bzw. Rezensionsexemplaren zu schreiben.

Das würde dann aber heißen, mein Rezensionsindex stellt nicht mehr zu 100% wahrheitsgetreu dar, welchen Buchgeschmack ich eigentlich habe. Denn ihr kennt das ja sicher selbst, dass ihr nicht nur Rezensionsexemplare aus euren Lieblingsgenres lest.

Die nächste, naheliegendere Lösung ist also: Rezensionen kürzen.

Daher habe ich beschlossen, nur noch für explizite Rezensionsexemplare von Verlagen oder Autoren ausführliche Rezensionen zu schreiben. Bei allen anderen Büchern, die ich nebenher lese, werde ich mich auf Kurzmeinungen beschränken.
Damit wäre gewährleistet, dass meine Bucheinschätzungen nicht verloren gehen, ich mir aber etwas den Stress aus dem Lesen nehme. Und wenn ich zwischendurch doch mal Lust auf die ausführliche Variante bekomme, spricht ja nichts dagegen davon abzuweichen. Nur für die Rezensionsexemplare erscheint es mir ausführlicher einfach fairer.
Die Kurzmeinungen werde ich ebenfalls auf meinem Blog veröffentlichen, sie aber kenntlich machen, damit man sieht, dass es eben keine Rezensionen sind. So muss ich dann kein schlechtes Gewissen haben, dass es in diesem Fall nicht so ausführlich wurde.

Wie haltet ihr das? Seid ihr auch schon dazu übergegangen eure Rezensionen zu kürzen? Oder rezensiert ihr längst nicht mehr alles? Wie baut ihr aufkommenden Rezensionsfrust ab? Ist es euch auch schon so ergangen?


Und damit komme ich noch zu einem weiteren Thema, das mich beschäftigt und meine Unzufriedenheit schürt: Was sind eigentlich Rezensionen per Definition? Dazu habe ich hier eine tolle Anleitung zum Rezensieren gefunden.
Mir ist aufgefallen, dass einige Blogs das Rezensieren nicht ganz so streng sehen und einfach wild drauf los schreiben. Meistens endet das darin, dass man zu ca. 90 % eine Inhaltsangabe des Buches liest. Es tut mir Leid - dann brauche ich mir das Buch nicht mehr zu kaufen! Danke für die Geschichte und den Spoiler! 
Der Klappentext darf natürlich dazu, das ist vollkommen in Ordnung. Aber ich versuche ansonsten von etwaigen Nacherzählungen oder Inhaltsangaben des gesamten Buches abzusehen. Denn NEIN, eine Rezension ist das nicht! Ich will ja keinem den Spaß an Buchbewertungen nehmen, aber ich finde, dann sollten sie es zumindest nicht "Rezension" nennen. Oder wie seht ihr das?
Natürlich schürt dieser Punkt meinen Rezensionsfrust, weil ich das Gefühl habe, die Dumme zu sein, die sich umsonst Arbeit macht, während andere es nicht wirklich ernst nehmen. Ich kann euch aber beruhigen: Es gibt auch Positivbeispiele. Viele Blogs gehören inzwischen zu meinen Lieblingsblogs, weil sie eben genau dies so sehen wie ich. Sie Rezensieren so wie es sich gehört. Bei vielen (leider zu vielen) Blogs verzichte ich aber inzwischen schon auf das Folgen, weil mich ihre Rezensionskultur frustet und ärgert.

Sehe ich das zu streng oder teilt ihr meine Meinung?

Ich bin schon sehr gespannt auf eure Kommentare. Es hat mir auf jeden Fall schon sehr geholfen, mir das von der Seele zu schreiben. Nun werde ich wieder frisch gestärkt in das Bloggen und Rezensieren gehen! Eure Litis



Kommentare:

  1. Guten Morgen!

    Ja, das kann ich schon ziemlich gut nachvollziehen! Ich blogge jetzt seit fast drei Jahren und habe in den ersten beiden Jahren wirklich ALLE Bücher rezensiert, da gab es nur 1-2 Ausnahmen.
    Einerseits möchte ich natürlich auch meinen Bloglesern alles zeigen, was ich gelesen habe - aber ich möchte auch nicht, dass es in "Arbeit" ausartet. Für 2016 hatte ich mir deshalb vorgenommen, nicht mehr jedes Buch zu rezensieren. Grade Reihenfortsetzungen werden eh sehr wenig gelesen (also die Rezis dazu), und ich denke, da reicht auch meinen Sternebewertung in der Monatsstatistik. Außerdem tut es auch ganz gut, einfach mal so ein Buch zu lesen, aus Spaß *lach*
    Also ich finde es nicht schlimm, wenn nicht jedes Buch rezensiert wird!

    Was eine Rezi ausmacht: Ja, ich hab auch schon welche gesehen, bei denen hauptsächlich der Inhalt wiedergegeben wird und im Fazit dann 2-3 Sätze stehen, was die eigentliche "Rezension" wäre. Sowas interessiert mich auch nicht und ist für mich keine Info, ob ich das Buch nun lesen möchte oder nicht.
    Diese Kurzrezensionen gibt es ja auch öfters und das ist eine schöne Möglichkeit, wenigstens kurz seine Meinung zu sagen, ohne dass es zu sehr ausartet - also mach das ruhig ;)

    Die "Dumme" zu sein, das sehe ich nicht so. Ich schreibe das ganze ja auch für mich und die Leser, die bei mir vorbeischauen ... was und wie andere das machen, ist mir ehrlich gesagt egal :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Huhu liebste Alex ^^,

      ja, ich finde auch, dass es unglaublich gut tut, ein Buch "einfach mal so" zu lesen. Das ist richtig entspannend. *g*

      Vielen Dank für deine aufbauenden Worte. Morgen geht auch gleich meine erste Kurzmeinung online. ;-)

      Lieben Gruß
      Steffi

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    2. Ich hab auch 2-3 Kurzrezis auf meinem Blog, aber irgendwie bin ich nicht so wirklich zufrieden damit, ich glaube, das muss ich noch üben.
      Auf jeden Fall, wie gesagt, eine gute Idee, bzw. ein schöner Mittelweg :)

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    3. Ich kenne übrigens einen Blog, da steht nicht mal die Inhaltsangabe in den Rezis, da stehen 4 Sätze, wie das Buch an die Bloggerin gekommen ist, 4 Sätze, wie gut es war und dass es gut war und überhaupt war alles echt gut ... und danach danke für das tolle Buch und jeder soll es lesen ... :D
      Ich schau aus Neugier immer wieder mal rein, aber es hat sich in den letzten Monaten nicht geändert xD

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    4. Hihi, das ist ja fast schon wieder lustig so. *lach* Wenn ich wüsste, dass ich mich auf ihr Wort verlassen könnte, würde ich das Buch lesen. *g*

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    5. Ich hab deinen Beitrag heute direkt mal in meiner Stöberrunde verlinkt ;)

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  2. Liebe Steffi,

    ich kann dich gut verstehen, schliesslich sind ausführlich Rezis doch mit viel Arbeit und dementsprechend viel Zeitaufwand verbunden.

    Bei manchen Büchern ist aufgrund des Inhalts und der Aussage ja schon nur eine kurze Besprechung möglich, aber bei vielen Büchern kann ich immer schlecht kürzen.

    Ich rezensiere jedoch jedes gelesene Buch, denn seit ich einen Blog habe, freue ich mich über jeden Post, der dort Anklang findet. Auch kann man so genau mein Leseverhalten nachvollziehen.

    Was ich von mir selber sagen kann, ich lese grundsätzlich ungern Rezis, die mit 2-3 Sätzen alles abhandeln. Hier fehlen mir dann doch die nötigen Informationen über das spezielle Buch. Aber auch Kurzrezis können auch sehr genau und treffend mit wenigen Sätzen einen Eindruck des Buches vermitteln. Es kommt nur darauf an, was man schreibt.

    Ich denke mal, du machst genau das, was für dich richtig ist und darauf kommt es ja an!

    Liebe Grüße und einen schönen Sommer,
    Barbara!

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    1. Hallo Barbara,

      mir ist es auch besonders wichtig, weiterhin alle meine gelesenen Bücher zu rezensieren. Unter anderem auch aus dem Grund, den du nanntest: um mein Leseverhalten nachzuvollziehen. Und weil es sich für mich irgendwie wie eine Verantwortung anfühlt, die ich gegenüber Verlagen und Autoren und natürlich auch meinen Lesern habe.

      Viele liebe Grüße und hoffentlich bis bald beim Buchgesichter-Treffen! :D

      Steffi

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    2. Ja, hoffentlich können wir beide dabei sein! Freue mich auch schon!
      Bis dann, liebe Grüße!

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    3. Also ich bin auf jeden Fall dabei! :D Der 27.08. ist es geworden.

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  3. Huhu Steffi,
    das sehe ich genau so wie du - Rezension ist keine Zusammenfassung vom Buch und mich nervt es auch, wenn 90% Buchnacherzählung ist und die letzten 10% ein hingeklatschtes "Buch war gut".
    Noch habe ich keinen Rezi-Frust, nutze allerdings auch die "eloquenten Momente", wenn die Rezis aus der Tastatur fließen.
    Deine Lösung finde ich gut - vor allem den Autoren und verlagen gegenüber :)
    Weiter so.
    Liebe Grüße
    Elena von ZeilenZauber

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    1. Huhu liebste Elena,

      das Thema hatten wir ja gemeinsam schon bei unserem Treffen. Diese Nacherzählungen sind wirklich frustig.

      Schön, dass du die Lösung gut findest. :) Ich wollte irgendetwas finden, was alle Seiten glücklich macht. *g*

      LG Steffi

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  4. Hi Steffi,

    Wenn ich viel Stress mit meinen eigenen Büchernhabe, denke ich auch immer gefrustet an die nächste Rezi, die ich nah schreiben muss. Dann sage ich mir aber immer, dass es mir das Wert ist,um andere Autoren zu unterstützen! Für die Sinsheim Rezensionen nämlich Überlebenswichtig und es freut mich immer wieder,so mit Autoren in Kontakt zu treten oder auch nur ein Danke zu bekommen! Dannn lohnt sich die Arbeit! Und ich sehe es auch wie du, einfache nacherzählungen liest man schon viel zu oft! Ich finde es nur wichtig, den Zusammenhang der Personen zu vermitteln! :-)

    Liebe Grüsse
    Jessi

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    1. Hallo Jessi,

      bei dem Zusammenhang zwischen den Personen komme ich tatsächlich auch immer kurz ins Nacherzählen. Aber es ist bei einigen Büchern wichtig und gehört mit dazu. Auch in einer Rezension "darf" man nacherzählen, aber halt eben nur in Maßen, um z.B. wichtige Zusammenhänge deutlich zu machen.

      Bussi und liebe Grüße
      Steffi

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  5. Hallo
    auch ich kann es gut nachvollziehen.
    Eine Rezension nimmt schon mal 1-2 Stunden in Anspruch.
    Vor kurzem habe ich überlegt ganz damit aufzuhören, als mir ein(e) Autor(in) mitteilte das ich für ein Leseexemplar verpflichtet bin 5 Sterne zu vergeben. Das nahm mir eine Zeit lang den Spass. Nur weil mir ein Buch gestellt wird möchte ich mich nicht verpflichtet fühlen dieses als Gut zu bewerten.

    Deine Lösung finde ich sehr gut. Leseeindrücke sind häufiger wertvoller als Rezensionen. Wie du schon erwähnst: oft enden diese in einer Nacherzählung. Es ist nicht einfach den schmalen Grad zwischen Informationen geben und nicht zu viel Verraten zu beschreiten.

    Liebe Grüsse Daniela

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    1. Hallo liebe Daniela,

      danke für deine aufmunternden Worte. :)
      Dass ein/e Autor/in von dir verlangt hat, dass du ein Buch mit 5 Sternen bewertest, finde ich unter aller S... Wo bitte bildet denn das dann noch die wahre Meinung über das Buch ab? Und nur, weil man das Buch gestellt bekommt? Nein, danke. Dann kaufe ich es mir lieber und vergebe bewusst nur 1en Stern - allein für den Zwang, den einem der Autor auferlegt hat. :-P

      LG Steffi

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  6. Hallöchen =)

    Also ich glaube ich folge locker 800 Buchblogs und bisher ist mir bei keinem davon aufgefallen, dass mir Rezensionen irgendwie gegen den Strich gehen. Was ich nicht mag und was auch nicht in eine Rezi gehört sind Spoiler. Aber ich lese viele Rezis auf den Blogs und ich bin schon ewig nicht gespoilert worden.

    Rezensionen machen echt Arbeit, da hast du recht, aber ich würde echt platzen, wenn ich meine Meinung zu einem gelesenen Buch nicht auf meinem Blog kundtun würde. Was sich zeittechnisch allerdings bei mir gerade nicht anders lösen lässt, ist, dass ich zu 90 % Rezensioneexemplare rezensiere. Das liegt daran, dass ich immer welche auf dem SUB habe (die vermehren sich wie von selbst) und die natürlich Vorrang vor eigenen Büchern haben.

    Ansonsten finde ich die Idee mit Kurzrezensionen nicht schlecht. Hauptsache du lässt uns noch wissen was du so liest und wie es dir gefallen hat =)

    LG
    Anja

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    1. Hallo Anja,

      Spoiler sind mir durchaus schon untergekommen und das ist dann wirklich sehr ärgerlich. Ich muss aber auch zugeben, dass ich in letzter Zeit vermehrt auf den Rezensionsstil anderer Blogs geachtet habe, weil ich eben unzufrieden bin/war. Da ist man wohl auch etwas empfindlicher. ;-)

      Ich habe meistens auch sehr viele Rezensionsexemplare, die ich natürlich, genauso wie du, vorziehe. Manchmal möchte man viel lieber mal wieder etwas von seinem SuB lesen. Aber inzwischen nehme ich auch längst nicht mehr alles an. Das entspannt etwas. :)

      Liebe Grüße
      Steffi

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  7. Hallihallo,

    da du schon ein, zwei Artikel von mir kommentiert hast, weiß du ja: Ich kenn das mit dem Frust sehr gut. Irgendwann ging mir das ewige Rezensionenschreiben so auf die Nerven, dass ich keine Lust mehr darauf hatte.

    Deine Angst, dass damit der Blog überflüssig würde, habe ich übrigens nie geteilt. Ein Literatur- oder salopp Buchblog ist für mich viel mehr als die Summe seiner Rezensionen. Man kann doch als Blogger so, so, so viel mehr machen als nur Rezensionen zu schreiben.

    Das mach ich auch. Ich schreibe Kolumnen, einfach nur mal so mein Alltagsgeblubber, Bloggingtipps (besonders für Buchblogger) - das ist mein großes Projekt in diesem Jahr, in dem ich übrigens auch einen Artikel darüber geschrieben habe, wie man gute Rezensionen schreibt ;D

    Man kann so viel machen, um Spaß am Schreiben zu haben. Mit ein bisschen Abwechslung habe ich jetzt gerade sogar wieder richtig Spaß am Rezensionen schreiben.

    Du sagtest, dass du dein Problem angehst, indem du für einige Bücher nur noch deine Kurzmeinung schreibst. Da habe ich mich gefragt, was du damit genau meinst. Das ist doch am Ende auch nichts anderes als eine Rezension - nur eben kürzer. Deine Meinung begründen, wirst du ja wahrscheinlich trotzdem. Warum machst du dich denn dann mit dem Begriff „Kurzmeinung“ kleiner? Eine Rezension ist eine Rezension, egal, wie lang sie ist.

    LG Sandy

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    1. Hallo Sandy,

      mein Blog beschränkt sich nahezu zu 80 % auf Rezensionen, weil ich beruflich bedingt für vieles andere kaum Zeit habe. Von daher hätte ich dann schon irgendwie meinen Blog auf Eis gelegt.

      Natürlich kann man seine Rezension sicher auch kurz darstellen, aber ich kann das leider nicht. Bei mir wird es meist sehr ausufernd und ausführlich, ich gehe auf jeden kleinsten Punkt ein und das kostet Zeit. Ich möchte aber einfach nicht mehr auf jeden kleinsten Punkt eingehen und meine Meinung begründen, dies und das erläutern und diverse Schreibstile haarklein darstellen. Daher die Lösung mit der "Kurzmeinung". Da kann ich einfach weniger detailgetreu sein.

      LG Steffi

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  8. Ich finde deine Idee super, immerhin muss das Ganze ja auch Spaß machen und wenn es das nicht mehr tut, dann sollte man etwas ändern. Kurzrezensionen finde ich auch total okay. Ich handhabe es auch so, dass einige Werke eine größere Bühne erhalten, andere werden dann in Kurzkritiken abgehandelt, die ich immer in meinen Monatsbericht mit einfließen lasse. Ich glaube sonst würde das bei mir auch Überhand nehmen, da ich ja neben Büchern auch Rezensionen zu Serien und Filme schreibe und ich möchte da auch einfach meinen bunten Mix behalten. Was anderes ist es natürlich mit Filmen bzw. Büchern die man zur Verfügung gestellt bekommt, da ist eine ordentliche Rezension dann schon wichtig.

    Übrigens mag ich Kritiken, die schon den ganzen Inhalt verraten auch nicht. Ich versuche somit immer Spoiler auf jedenfall rauzulassen, nur bei Besprechnungen ganzer Serienstaffeln, wo ich auch explizit auf das Finale mit eingehe, sind sie bei mir ein Teil, da wird aber auch für all diejenigen vorab erwähnt, dass man das Ganze nur lesen sollte, wenn man die Staffel schon kennt. Gerade da möchte ich einfach über den Inhalt der Folgen diskutieren. Bei Büchern finde ich es aber wichtig, dass man den Spaß am Lesen nicht nimmt, in dem man schon alles offen legt, ebenso bei Filmen, die sollen ja auch noch mit Freunde im Kino angeschaut werden können.

    Was ich aber auch nicht mag ist, wenn die Kritik aus nur einem Satz besteht a la das Buch hat mir gut bzw. schlecht gefallen, ich gebe und so und so viele Punkte. Da fehlt mir dann einfach das Warum? Was war gut, was war schlecht, wie ist der Schreibstil des Autors etc.

    Gibt also vieles was man Falsch machen kann, aber wie du schon sagtest es gibt auch viele Blogger da draußen die wunderbare Kritiken schreiben und die mich wirklich schon dazu gebracht haben mal über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, einfach weil ich neugierig auf das Werk wurde. Aber die haben generell auch immer ne ganz eigene Note in ihren Kritiken.

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    1. Hallo Nicole,

      schöne Worte. Dem kann ich nichts mehr hinzufügen. :)

      LG Steffi

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  9. Hi Steffi,
    ich habe auch schon mal gedacht, dass mir das alles etwas viel wird. Wobei ich die Rezis allerdings so schreibe, wie sie mir aus der Feder fließen, d. h. sie sind mal länger und mal kürzer. Ich versuche mir selbst so eine kleine Zeitvorgabe zu geben, damit ich noch zum Lesen komme und nicht nur mit Rezis und posten und verlinken beschäftigt bin. Rezi-Exemplare fordere ich direkt an. Ich bekomme sie halt oder nicht, aber wenigstens sind es so Bücher von meiner WL. Bei vorablesen und Lovelybooks bewerbe ich mich seltener. Besonders Lovelybooks verlangt mir inzwischen in den Leserunden echt zu viel (Zeit) für ein Gewinnbuch, das schränkt mir die Lesezeit zu sehr ein. Ansonsten gönne ich mir auch mal ein paar Tage Lesepause, danach fange ich von alleine wieder an, weil es mir doch fehlt.
    Liebe Grüße
    walli :-)

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    1. Hallo Walli,

      bei deinem Leseschnitt würde ich erst Recht wahnsinnig werden. Du liest so unglaublich viel, da ist es nicht verwunderlich, dass es dir irgendwann zu viel wird. Ich hab da echt Respekt vor.

      Ja, vor Leserunden bei LB mache ich meist auch einen weiten Bogen, da ich mich erstens nicht unter Druck setzen lassen möchte, bis wann ich das Buch zu beenden habe und zweitens dann noch Zeit für das Kommentieren während der LR aufbringen muss. Dann packe ich mir das Buch doch lieber auf meine WL und lese es irgendwann in Ruhe.

      Liebe Grüße
      Steffi

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  10. Huhu,


    also ich als nur Leserin, bin ja keine Bloggerin.

    Ich schreibe Rezis, gerne als kleinen Danke schön für die Autoren und die entsprechenden Blogs, die Blogtouren veranstalten, wenn ich denn unter den glücklichen Gewinnern bin.

    LG..Karin...

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    1. Hallo Karin,

      ja als Nicht-Bloggerin hat man einfach weniger Druck. Manchmal sehne ich mich zu der Zeit zurück als auch ich noch nicht gebloggt habe. ;-) Aber das Bloggen hat ja definitiv auch was Schönes. :)

      LG Steffi

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  11. Oh ja, diesen Rezensionsfrust kenne ich auch nur zu gut. Ich fühle mich dann auch immer unter Druck gesetzt, die Rezi so schnell wie möglich zu schreiben, weil ich sonst vieles wieder vergesse. Und das Posten und Einbauen auf sämtlichen Literaturcommunites schiebe ich dann immer ewig auf...

    Das klingt doch nach einer fairen Lösung. In einer guten Kurzmeinung kann ja auch alles Wichtige drin stecken.

    Oooh ja, solche 90%-Inhaltsangabe-Rezis regen mich auch auf. Dann kann man es auch gleich Zusammenfassung statt Rezension nennen. Davon habe ich ja nichts, wenn ich entscheiden will, ob das Buch was für mich ist - und im schlimmsten Fall wirklich nur einen Spoiler.

    Ich kann dir da also nur zustimmen.
    Viele Grüße,
    Charlie

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    1. Hallo Charlie,

      wie schön, dass wir einer Meinung sind und dass du mich verstehst. :)

      Viele Grüße
      Steffi

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Ich freue mich über eure Kommentare!

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